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„Sola… - wie war das doch gleich?“

Luthers Glaubensgrundsätze kurz erklärt (Teil I)

Luther hier, Luther da… − viel wird in diesem Jahr über Luther geschrieben und geredet. Da ist es manchmal schwierig, den Überblick zu behalten. Heute und in den kommenden Monaten stellen wir Ihnen zentrale Sätze Luthers vor.

Luthers „reformatorische Erkenntnis“ oder „Entdeckung“: Heute ist in der Forschung umstritten, wann genau Luther zu seinem ersten reformatorischen Gedanken kam. Klar ist nur, dass er ihn nach langem zähem Ringen mit der Kirche, ihren theologischen Grundsätzen, der Bibel und dem Papst klar formulieren konnte. So gelangt Luther zwischen 1511 und 1518 im sogenannten „Turmerlebnis“ zur Einsicht, dass die Gläubigen allein durch die Gnade Gottes und nicht aus eigenem Zutun von Gott als gerecht angesehen werden. Dies bedeutet eine klare Absage an die Praxis der Ablass-Briefe, durch die sich Gläubige von ihren Sünden freikaufen konnten.

Seine Erkenntnis zieht Luther aus dem Römerbrief (Röm. 1,17):

„Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): Der Gerechte wird aus Glauben leben.“

In der Theologie steht für diese Erkenntnis der lateinische Begriff „sola gratia“ („allein aus Gnade“).


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